Walter Hudler

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01.11.2025

Stifterbrief Nr. 27

Liebe Sponsoren, Unterstützer und Freunde,


während in Brasilien in den vergangenen Wochen die Regierungen um jeden kleinen Fortschritt miteinander ringen und wie immer große Reden halten um dann zuhause oftmals nicht einmal das zugesagte einzuhalten, versuchen die NGO’s*, zu welchen auch wir als Stiftung gehören weniger zu reden und mehr zu tun. Seit dem letzten Stifterbrief ist uns dies auch wieder gelungen da wir auf Unterstützung aus ihrem Kreis bauen konnten.

Neben zwei besonders erfreulichen Entwicklungen haben wir aber auch noch Lücken, die bisher nichtgeklärt werden konnten. Aber der Reihe nach.



Zu WBH3 unserer letzten Biotopfläche:


Naturschutz findet auf der Fläche statt. So eines der Leitmotive unserer Stiftungsarbeit. Ganzn diesem Sinne fand der abschließende Arbeitseinsatz auf der neuen Fläche bei Eglofstal statt.

Jugendliche mit ihrem Betreuer aus den WZK* zusammen mit weiteren Helfern aus dem Unterstützerkreis der SWA haben unter körperlich herausfordernden Bedingungen inmitten von Brombeeren und Resten des Springkrauts im Steilhang einen Wipfelschutz gegen den Wildverbiss an den Bäumchen angebracht. Trotz der Trockenheit nach der Pflanzaktion im Frühjahr stehen die Der Einsatztrupp nach vollbrachter Arbeit jungen Bäumchen relativ gut da und scheinen sich aufzumachen, im nächsten Frühjahr dann deutlich über dem Brombeergebüsch ihre bis dahin geschützten Wipfel zu erheben. Wenn dann in den nächsten 2-3 Jahren die Entwicklung fortgeschritten ist und noch ca 50% der gepflanzten Bäume gut da stehen, ist das Ziel der Initialpflanzung gelungen. Weiter unterstützt wird dies, in dem im Herbst noch weiteres Samenmaterial von Eichen, Buchen, Ahorn und Esche auf der Fläche eingebracht wurde. Auch hier dürfte neben ca 10 kleinen Eichen, die nachgepflanzt wurden, die ein oder andere Saat aufgehen. Gleichzeitig zeigen sich im oberen Bereich der Fläche auch erste Anflugbäumchen der Pionierarten Pappel und Birke. Insgesamt können wir also hoffen, hier wieder einen kleinen Beitrag zum Biotop- und Artenschutz beitragen zu können.

Danke an Alle Beteiligten, ob aktiv auf der Fläche oder finanziell bei den Erwerbs- und sonstigen Kosten.

Dedicated volunteers making a lasting impact
Dedicated volunteers making a lasting impact
Dedicated volunteers making a lasting impact
Das Überraschungs-Highlight des Jahres: Sponsorenlauf GMS*


Noch am selben Tag, als der letzte Stifterbrief versandt wurde, fand in der GMS der erste Teil des Sponsorenlaufs statt. Vorausgegangen war diesem die Idee und das Engagement des dortigen Lehrers „Raimund Schneider“, der im weiteren Verlauf das Lehrerkollegium der ganzen Schule gewinnen und einbinden konnte. Voraussetzung für den tollen Gesamterfolg am Ende. Von Peter Schele (SWA-Unterstützer) und Walter Hudler (Vorstand) wurden zu Beginn alle Klassen der GMS besucht und zu Hintergründen der Arbeit der SWA und des Arten- und Biotopschutzes informiert. So motiviert machten sich die Schüler auf, für sich und ihre Runden beim Lauf Sponsoren zu finden.

Nur kurz genannt seien 3 einzelne herausgehobene Fakten:

  • Schüler, mit kleinem finanziellen Beitrag, da das familiäre Budget nicht mehr hergibt, waren genauso aktiv und trugen genau so viel bei wie andere.

  • Eine Schülerin konnte ca 25 verschiedene Sponsoren für ihren Lauf gewinnen. Die SWA wurde so nicht nur finanziell gestärkt sondern auch breit bekannt gemacht, die Schülerin hat gezeigt, sie weis um was es geht.

  • Einzelne Sponsoren haben jede Runde mit in der Spitze bis zu 100.- gesponsert. Sicher auch, weil sie das Projekt Unterstützens wert fanden.

Der Abschluß des Sponsorenlaufes wurde auf der Schulversammlung entsprechend gewürdigt, die Schule, jeder Schüler darf Stolz auf den von Ihnen erreichten Erfolg sein.

Ursprünglich war schon optimistisch gerechnet, mit 3000.- Erlös aus dem Lauf gerechnet worden, dass es dann am Ende ganz knapp über 15000.- würden hätte niemand gedacht! Damit hat der Sponsorenlauf, zusammen mit den Spenden aus dem Unterstützerkreis die Finanzierung des Erwerbs und Nebenkosten abgesichert und wir können sogar unseren „Trittsteinfördertopf“ noch mit ein paar Euro Überschuss für die nächste Chance ausstatten. Nochmals Danke an H. Schneider für seinen enormen Einsatz hierfür!

Ein toller Erfolg für die Schule, die SWA und nicht zuletzt die Natur!!

Die Tage waren zudem noch mit viel Spaß bei dem Lauf verbunden. Auch so kann Naturschutz aussehen.

Wir können mehr davon gebrauchen, vielleicht findet sich ja noch eine Lehrkraft anderer Schulen hier nachzueifern.

Vortrag Prof. Settele Biodiversität und Artensterben


Gut 9 Monate Vorarbeit von der ersten Kontaktaufnahme mit H. Settele bis hin zur Veranstaltung hat uns das Thema begleitet und beschäftigt. Ziel war es, mit Hilfe der Schirmherrschaft von H. OB Lang, kommunale „Entscheidungsträger“ ( BM, Gemeinderäte, Verwaltung und Praktiker der Bauhöfe) zu dem Thema Biodiversität/Artensterben zu sensibilisieren. Mit etwa 70 Besuchern war die Veranstaltung zwar relativ gut besucht, aber aus den Reihen der Kommunen nur aus zwei der angeschriebenen Kommunen vertreten. Dies kann als Beweis dafür interpretiert werden, was die Veranstaltung eigentlich abbauen wollte, dass das Thema noch nicht in den Kommunen angekommen ist. Der Fachvortrag von H. Settele als hochkarätiger Experte (UN-Ebene) erreichte somit nur ein Teil des Zielpublikums. Diese Tatsache gilt es zu bewerten und in geeigneter Form weiter zu führen. Der Versuch war es immerhin wert und die meisten Rückmeldung von Teilnehmern sprachen sich positiv aus. Danke nochmals für die Schirmherrschaft von OB Lang und seine organisatorische Unterstützung.

Die örtliche Presse hat das Thema aufgegriffen und somit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.



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